Biomarker bei Entzündung und Lebensstilerkrankungen

(Research unit on lifestyle- and inflammation-associated metabolic risk biomarkers)
Leiter: Univ. Prof. Dr. med. Harald Mangge
Diese Forschungseinheit beschäftigt sich mit angewandter und grundlagenorientierter Forschung zu metabolischen Frühveränderungen und pathologischen Folgezuständen bei extremen Lebensstilen (z.B.: Übergewicht, Fettsucht).
Adipokine, Energiestoffwechsel (Balance weißes/braunes Fettgewebe) und kardiovaskuläres Risiko werden untersucht. Neue, individuell maßgeschneiderte Risikoprofile und/oder Neugewichtung der Wertigkeit bekannter Biomarker sollen zu einer Verbesserung der Frühdiagnostik als Basis für eine effektive Prävention von klinischen Endpunkten (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs) beitragen.
Bisher wurden zahlreiche Arbeiten zu der Rolle von Adipokinen, Entzündung, Gefässveränderungen und oxidativem Stress in der Früh und akzelerierten Phase der Adipositas publiziert. Es wurden und werden in den Forschungsarbeiten das "Obesity Paradox" die entzündliche Fettlebererkrankung, und die Entstehung von kritischer Atherosklerose behandelt.
Ein anderer Schwerpunkt untersucht diagnostisch relevante neue Biomarkerprofile bei chronisch immun-mediierter Entzündung und Sepsis. Hier besteht eine aktive Zusammenarbeit mit den hämostaseologischen Spezialisten des KIMCL (Priv. Doz. Dr. Reinhard Raggam, OA Dr. Florian Prüller).
Eine Kernaktivität war bisher der Aufbau der STYJOBS/EDECTA Kohorte (http://www.medunigraz.at/styjobs, http://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00482924). STYJOBS/EDECTA ist eine Biomaterial und Datenbank mit Fokus von „data-mining“ bei extremen Lebensstilen, wie Adipositas oder Anorexie. Die Biodatenbank beinhaltet auch biologische Information über normalgewichtige SteierInnen als Basis für eine gesunde Kontroll-Kohorte.
Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Nanomedizin zu verbesserter Diagnostik und Therapie von Atherosklerose. Aktuell wird in diesem Zusammenhang das EU FP 7 Projekt NanoAthero durchgeführt. Diese Forschung ist für eine verbesserte Diagnostik und Therapie von Herzinfarkt und Schlaganfall von Bedeutung (link: http://www.nanoathero.eu/).
Hauptziel der FE ist die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Faches Labormedizin.
Es wird eine Darstellung und Vernetzung der Aktivitäten in den Forschungsfeldern der MUG vor allem im Bereich Kardiovaskulär (vaskulärer Fokus Herz, periphere Gefäße) und Neurowissenschaften (vaskulärer Fokus Gehirn, Alterung) angestrebt. Alle Aktivitäten nehmen besonderen Bezug zu der Idee einer nachhaltigen Gesundheitsuniversität Graz. Sie fokussieren Prävention und Frühdiagnostik in besonderem Ausmaß.
Letzte Aktualisierung: 02.08.2016